Das "Wall Street Journal" hatte in letzter Zeit die in Peking als "Separatistin" verhasste Uigurin Rabeya Kadeer zu Wort kommen lassen. Chinesische Medien halten dem SPIEGEL nach wie vor die Titelgeschichte "Die Gelben Spione" (SPIEGEL 35/2007) vor, die über Industriespionage in Deutschland und Technologieklau berichtete. Dem Chefredakteur der Hongkonger "Far Eastern Economic Review", Hugo Restall, wurde jüngst das Einreisevisum verweigert. Trotzdem entschuldigte sich ZDF-Intendant Markus Schächter schriftlich beim chinesischen Botschafter in Deutschland: "Und ich bitte Sie, dieses Bedauern auch nach China zu übermitteln." Die offensive Medienschelte ist offenbar Reaktion auf das internationale PR-Desaster des Olympischen Fackellaufs im vorigen Jahr. die Entlarvung vier mutmaßlicher chinesischer Spione in München, die offenbar die uigurische Exilgemeinde auskundschaften sollten, sei falsch, erklärte die "Global Times" am Donnerstag voriger Woche. Auch der SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE waren in jüngster Zeit Zielscheibe von Kritik.
Als "gemein und vulgär" empfand das KP-Organ "Global Times" den Beitrag. SPIEGEL+ kann nur auf einem Gerät zur selben Zeit genutzt werden. Erst nach längerem Zögern verlängerte das Pekinger Außenministerium zum Beispiel jetzt die Arbeitserlaubnis von ZDF-Korrespondent Johannes Hano. Sonneborn hatte sich während der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2009 darüber lustig gemacht, wie deutsche Journalisten über China berichten. Ausländische Medien und Korrespondenten sind in letzter Zeit verstärkt unter Druck der chinesischen Behörden geraten. Der ehemalige Diplomat behauptet, seit dem Amtsantritt von Kanzlerin Angela Merkel berichteten deutsche Journalisten negativer als sonst über China.
Doch der Buchmessen-Clip war nicht der einzige Stein des Anstoßes: Das ZDF habe bei seinen Berichten über die Parade zum 60. SPIEGEL+-Zugang wird gerade auf einem anderen Gerät genutzt. Das Journalistenvisum ist jeweils bis zum Ende des Jahres gültig. Auch andere ausländische Berichterstatter wurden teilweise über Wochen hingehalten, bis ihre Pressekarten und damit ihre Aufenthaltserlaubnis für China erneuert wurden. Sein inzwischen eingestelltes Magazin gehört mit dem "Wall Street Journal" zum Dow Jones Verlag.
China wirft deutschen Medien vulgäre Berichterstattung vor, Durchsuchung in München: Ermittler jagen mutmaßliche chinesische Spione, Sonneborn hatte sich während der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2009 darüber lustig gemacht, wie deutsche Journalisten über China berichten, die Entlarvung vier mutmaßlicher chinesischer Spione in München. "Mit böswilligen, falschen Unterstellungen in chinesischen Medien, allen voran der 'Global Times', wird derzeit der Versuch unternommen, das ZDF und andere Medien in der chinesischen Öffentlichkeit zu diskreditieren und als antichinesische Kraft darzustellen. Der Sender hatte Peking mit einem Beitrag des Anhaltender Ärger über SPIEGEL-Titelgeschichte.
Für den ZDF-Korrespondenten setzten sich deutsche Politiker und die Leitung des Fernsehsenders bei der chinesischen Regierung ein. Klicken Sie auf den Button, spielen wir den Hinweis auf dem anderen Gerät aus und Sie können SPIEGEL+ weiter nutzen.
Einige Korrespondenten wurden zuvor ins Außenministerium einbestellt und ermahnt. Dass es sich um Satire handelte und nicht um einen normalen Informationsbeitrag, und dass er von kaum einem Chinesen in der Volksrepublik gesehen wurde, übersahen die Kritiker. Martin Sonneborn: Ich würde sagen, grosse Teile der Branche sind vorsichtiger geworden. Die Sendungen hätten "starke Unzufriedenheit" unter den in Deutschland lebenden Chinesen hervorgerufen. He is a founder and federal chairman of Die PARTEI. Melden Sie sich an und diskutieren Sie mit.
Der jüngste Online-Bericht über
ZDF-Korrespondent Hano streitet die Vorwürfe energisch ab.