Mir ist es ganz wichtig, mit Falschheiten aufzuräumen. Obwohl das Smartphone gerade mal zehn Jahre auf dem Markt ist, hat es die gesellschaftliche Kommunikation grundlegend verändert. Und daran sehen Sie schon, wie die Stimmung war, als wir auf dem Höhepunkt der Pandemie waren: Wir wussten noch gar nicht so genau Bescheid. In japanischen und südkoreanischen Großstädten sind angeblich über 30 % der Bevölkerung „internetsüchtig“. Herr Professor Spitzer, Sie machen gerne selbst Musik. Was können Eltern dagegen tun? Und die andere ist: Es fliegt uns alles um die Ohren.
Nichts anderes löst diese beiden Effekte gleichzeitig aus. Das passiert vor allem in der rechten Gehirnhälfte. Musik nimmt im Gehirn teilweise den gleichen Weg wie die Sucht, ist aber die gesunde Variante. Es wird Zeit den Dauerkonsum auf seine Folgen zu hinterfragen. Prof. Manfred Spitzer: Nach meiner Kenntnis gibt es zur Gefährlichkeit von 5G für den Menschen noch kein abschließendes wissenschaftliches Urteil, weswegen ja auch einige Städte in Europa den Ausbau nicht vorantreiben. – geschrieben. Dieses Interview wird online veröffentlicht und dauert ca. Daß die Digitalisierung von Schulen dem Lernen schadet, habe nicht ich gefunden, sondern das bestätigen nahezu alle Studien, die dazu gemacht wurden. Manfred Spitzer: Kein Unterricht zu Hause per Video für Kinder, Ulmer Hirnforscher gegen Home-Schooling bei Grundschülern, Ulmer Hirnforscher: "Jetzt die Zeit nutzen". Ich spreche unter anderem vom Rad des Pfaus und dem riesigen Geweih von Elchen. Gleichzeitig hat das Universitätsklinikum Ulm enorme Anstrengungen gemacht, um beispielsweise mehr Intensivbetten zur Verfügung zu stellen. Wer kein Mobiltelefon dabei hat oder dessen Akku alle ist, hat in dieser Runde eine völlig isolierte Position. Der negative Einfluss übermäßigen Fernsehens auf den Bildungserfolg und die Bildungskarriere war damals schon nachgewiesen.Reichen naturwissenschaftliche, insbesondere medizinische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse aus, um komplexe Sachverhalte wie die misslingende kognitive Entwicklung von Kindern zu erklären?Das Wesen von Wissenschaft besteht darin, Komplexität zu reduzieren, um dadurch Zusammenhänge aufzuzeigen. Oder daß Schaulustige dem Notarzt den Weg versperren. Lieber Herr Professor Spitzer, Sie haben zahlreiche Bücher über den unkontrollierten Medienkonsum und dessen ungesunde Folgen geschrieben. Insgesamt gibt es sehr viele Anzeichen dafür, daß es bei uns nicht so schlimm kommen muß wie in Fernost oder den USA. Was können wir dieser Entwicklung entgegensetzen? Dr. phil. Der Beitrag des Internets zum globalen Treibhaus-Effekt erscheint vergleichsweise „klein“, liegt er doch „nur“ bei einem Achtel des Beitrags des Straßenverkehrs. Alkohol selbst ist auch nicht schädlich – nur wenn man zu viel davon trinkt. Diese Website verwendet Cookies. Aber mir ist keine Substanz bekannt, die beides gleichzeitig macht. Ich kann mich noch an eine Studie Mitte der 1990er-Jahre in Österreich erinnern, die zu dem Schluß kam, daß sich – durch exzessives Mobiltelefonieren – die Zahl der Gehirntumore in den kommenden Jahren um 100% erhöhen wird. Wir entscheiden, wie es jetzt ausgeht. Das Problem beginnt dann, wenn man die Bücher multimedial aufpeppt. Angst ist eben auch ein schlechter Ratgeber. Kurz darauf hieß es in genau der gleichen Quelle: Masken bringt überhaupt nichts. Und das ärgert mich, denn es geht um die Gehirne der nächsten Generation – und die werden derzeit vermüllt, da kann ich als Mediziner nicht zuschauen.Wenn digitale Medien – Computer, Internet und andere – aus unserer Lebenswelt nicht mehr hinwegzudenken sind – warum sollten Kinder und Jugendliche nicht frühzeitig den selbstverantwortlichen Umgang mit diesen Medien lernen, auch im Klassenzimmer?Die Behauptung, dass Computer zum Lernen besonders gut geeignet sind, stimmt zunächst einmal gar nicht, weil Computer geistige Arbeit abnehmen. Das Interesse der Medizin ist schon groß. Alle 100 Meter soll zukünftig eine Sendeanlage stehen, die uns mit Mikrowellen bestrahlt. Musik bringt demnach Gruppen in Gleichklang und stimmt ihr Verhalten miteinander ab. kreativer Kindergarten-Apps. Manchen Medienwissenschaftlern, die immer wieder betonen, wie kompliziert und komplex alles sei, gebe ich einerseits zwar recht – die Welt ist grundsätzlich beliebig komplex – aber von dieser Erkenntnis hat niemand etwas. Es kann auch zu Blutgerinnung kommen in anderen Organen, sogar im Gehirn. Nach dem Bestseller „Digitale Demenz“ hat sich der renommierte Hirnforscher Manfred Spitzer erneut mit dem Thema Online-Sucht auseinandergesetzt. Im Kindergarten- und Grundschulalter schaden digitale Medien nachweislich der geistigen Entwicklung von Kindern. Der Umgang mit den Medien ist das Problem, und auch hier macht die Dosis das Gift, wie Paracelsus schon sagte. Internet nur als Werkzeuge benutzen und nicht zur einsamen Freizeitgestaltung. Versuchen Sie mal, nachdem sie es gesehen haben, 48 Stunden lang offline zu bleiben. Der renommierte Schweizer Think Tank Gottlieb-Duttweiler Institut (GDI) sieht die Entwicklung so: „Algorithmen nehmen uns immer öfter das Suchen, Denken und Entscheiden ab. Sollte das Ziel nicht eine komplementäre Nutzung aller Mediengattungen sein, und kommt es nicht letztlich auf die Balance zwischen den Medien an?Sicher geht es auch um ein ausbalanciertes Verhältnis. Wie so oft wurde nicht das Problem behoben, sondern eine „Scheinlösung“ angeboten. Seine Idee: ein leuchtender Beatmungstubus. Und deswegen habe ich das Buch geschrieben. Bundesweit sind 2.000 Stellen in Gefahr. Der Ausdruck „Digitale Demenz“ stammt übrigens von koreanischen Ärzten. Diesen normativen Aspekt kann man schon gar nicht leugnen, wenn es um das Ausgeben von öffentlichen Geldern geht. Hirnforscher Spitzer im Interview "Glück rauf, Angst runter" Hirnforscher Manfred Spitzer zur Wirkung von Musik auf den Menschen.