Wie sieht sie sich selbst. Das Assoziative in der Sprache, das Deftige in den Dialogen, der ausgesuchte Austriazismus. Bei der Eröffungsrede des Harbour Front Literaturfestivals hat Friedenspreisträger Navid Kermani die Ausladung der Kabarettistin Lisa Eckhart scharf kritisiert. Manchmal erweckt sie den Eindruck, als wundere sie sich selbst. Die Festivalleitung „ […] sehe sich außer Stande, im Falle einer Lesung die ‚Sicherheit der Besucher und der Künstlerin‘ zu gewährleisten“. Nun ist die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart, 27, vom "Harbour Front Literaturfestival" in Hamburg ausgeladen worden. Womöglich bloß eine theoretische Diskussion unter Textexegeten - doch als Eckhart nun beim Nachwuchswettbewerb des Festivals auf St. Pauli aus ihrem Debütroman "Omama" lesen sollte, wurde die Sache konkreter. Wo immer die Meinungsfreiheit eingeschränkt werde, so Kermani, hätten Schreibende am meisten zu verlieren: "Umso mehr erschrecke ich, wenn wir Schriftsteller anfangen, uns gegenseitig zu verbieten". "Sie haben eine Kollegin zur Unperson erklärt", Umstrittener Kabarettstar Lisa Eckhart: "Sie jubeln mir zu, diese Deutschen", Harbour Front Literaturfestival: Lisa Eckhart schlägt Kompromissvorschlag aus. Eckhart, die bei ihren Kabarettauftritten häufig in Rollenprosa verfällt, ist immer wieder vorgeworfen worden, dass sie auf diese Weise antisemitische oder rassistische Klischees reproduziere - oder dass sie gar selbst Antisemitin oder Rassistin sei oder beides. einen Monat zum Preis von zurzeit 19,99€. Ihre Satire ist auf eine perfide Weise unterhaltsam, wie sie im deutschen Kabarett nicht vorgesehen ist. Lisa Eckhart ist nicht lustig. Melden Sie sich an und diskutieren Sie mit. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um Wer über Lisa Eckhart lacht, lacht selten ohne eine gewisse Beklommenheit. Extravagant und gefährlich, das schon, clever und wahnwitzig. Ist das Rassismus oder makabre Ironie? dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Vielleicht will sie das auch gar nicht sein. Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung. SPIEGEL+-Zugang wird gerade auf einem anderen Gerät genutzt. Dabei nahm er auch zur aktuellen "Cancel Culture"-Debatte Stellung. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Einer an Kunstschulen abgelehnten, grantelnden Österreicherin. Satire-Streit in Deutschland: Worüber darf man heute noch lachen? Sie lernen einfach nicht dazu!". SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. Ihre Namen sind nicht bekannt. Schließlich lud das Festival Eckhart aus. Hier anmelden. Im Grunde hätte Lisa Eckhart dort nie Wurzeln schlagen, geschweige denn eine solche Aufmerksamkeit erlangen dürfen. Sie haben bereits ein Digital-Abonnement? Derartige Diskussionen gab es in Deutschland zuletzt unter anderem um die Memoiren von Woody Allen, gegen deren Erscheinen bei Rowohlt etliche Autoren des Verlags protestiert hatten. Und auch in der Debatte über Lisa Eckhart fiel immer wieder der Begriff "Cancel Culture" - allerdings entwickelte sich der Wirbel um ihre Person nicht unbedingt zu ihrem Nachteil: Auf der SPIEGEL-Bestsellerliste des kommenden Wochenendes steht ihr Roman "Omama" auf Platz 15. Aber wirklich lustig ist sie nicht. Doch wie die "Zeit" nun meldet, wich er überraschend von seinem Thema ab - und sprach vor dem Publikum in der Hamburger Elbphilharmonie direkt den jüngsten Literaturskandal des Landes an. Zwei andere, ebenfalls eingeladene Autoren weigerten sich, mit ihr aufzutreten, blieben dabei aber in der Deckung. Damit ging der Friedenspreisträger auch auf die Debatte über die sogenannte Cancel Culture ein, die vor allem im intellektuellen Leben der USA beheimatete Kulturkampftechnik, missliebige oder zumindest umstrittene Autoren aus der Öffentlichkeit zu drängen oder zu ächten. Extravagant und gefährlich, das schon, clever und wahnwitzig. Arno Frank porträtiert Lisa Eckhart im Spiegel und bespricht als erster auch den Roman »Omama«: »Sprachlich erinnert Omama durchaus an die Kabarettistin. Im August 2020 berichtete der Spiegel, dass das Hamburger Literaturfestival Harbour Front Lisa Eckharts geplanten Auftritt abgesagt hatte. Eine Venusfliegenfalle im Gemüsebeet des Kabaretts. Aber wirklich lustig ist sie nicht. Wer lacht, ist ihr bereits in die Falle gegangen. Dafür hieß es öffentlich, dass es Warnungen aus der Nachbarschaft gegeben habe: trete Eckhart auf, könnte es zu gewalttätigen Attacken militanter Linker kommen. In nur etwa drei Jahren schaffte sie es aus der Poetry-Slam-Szene zu einer festen Gastrolle bei "nuhr im Ersten" - im gut ausgeleuchteten Schaufenster des öffentlich-rechtlichen Kabaretts in Deutschland. Die Österreicherin Lisa Eckhart verstört ihr Publikum. Wer sich als Feinde betrachte, riskiere Zustände wie in einem Bürgerkrieg. SPIEGEL+-Zugang wird gerade auf einem anderen Gerät genutzt. Die beiden hätten Eckhart zur Unperson gemacht. Die 27-Jährige hat ihre Ochsentour über die Bühnen der Kleinkunst in Rekordzeit hinter sich gebracht. Es zeuge, so Kermani, "von enormer Selbstgerechtigkeit und Unhöflichkeit, eine Kollegin, die missfällt, anonym davonjagen zu lassen." "Sie jubeln mir zu, diese Deutschen! Lisa Eckhart, die Kabarettistin, hoch umstritten spätestens seit im Mai eine Debatte um einen ihrer Auftritte in der WDR-Show "Mitternachtsspitzen" losgebrochen …